Überführung 2026
Samstag, 21. März 2026
Start Flug Edelweiss WK216, planmäßig um 07:00 Uhr vom Flughafen Kloten nach Teneriffa Süd. Am Vortag bereits eingecheckt, sollte man meinen es müssten keine Probleme auftauchen. Wie es bei uns ja üblich ist, geht immer etwas schief, dass eigentlich nicht schiefgehen dürfte. Ebenfalls pünktlich auf Teneriffa gelandet, können
wir das normale Gepäck von der Gepäckausgabe in Empfang nehmen. Dies gilt aber nicht für das Sportgepäck, dass ich in Kloten separat aufgeben musste. Dieses will
nämlich partout nicht bei der Sperrgutausgabe rauskommen. Nach langem warten und mehrmaligen Nachfragen ist dann klar, das Sportgepäck steht nach wie vor in Kloten.
Mit einiger Verspätung fahren wir dann mit dem im Voraus gebuchten Taxi von Teneriffa Süd nach Santa Cruz im Norden der Insel, wo uns der Taxifahrer direkt beim
Ponton im Yachthafen absetzt. Hier treffen wir dann endlich wieder auf die "salzige" Mögus und den Voreigner, der uns auf der Überführung zur Seite stehen wird. Nachdem wir uns eingerichtet haben sind wir gleich ein erstes mal einkaufen gegangen, einige weitere Einkäufe werden noch anstehen um für eine längere Überfahrt gewappnet zu sein.
Zur Belohnung für die Strapazen am ersten Tag, sind wir dann am Abend in ein gemütliches (uns von letzten August bereits bekannten) kleines Restaurant essen gegangen.
Es gab hier die leckersten Gambas Alio Olio, welche wir uns gerne zu Gemüte führten. Im Anschluss an das Abendessen rundeten wir den Abend mit einem Gute Nacht Trunk auf der Flaniermeile von Santa Cruz ab. Es gab einen köstlichen Tinto Verano.
Sonntag, 22. März 2026
Nachdem sowohl Mitsegler wie auch Voreigner gut ausgeschlafen hatten, machten wir uns ans Frühstück um uns für die vielen anstehenden Vorbereitungsarbeiten zu stärken. Es gab so einiges zu erledigen und zudem war ja auch noch die Geschichte mit dem fehlenden Gepäck zu klären.
Hier sah es erst so aus, als zeichne sich ein gutes Ende ab, was sich aber nicht bewahrheiten sollte. Edelweiss kündigte an, dass sie das stehengebliebene Gepäckstück bereits nach Teneriffa nachgesendet hätten. In Teneriffa sollte es angekommen und an einen lokalen Kurier übergeben worden sein. Dies waren die letzten Informationen, welche wir bekamen.
Nach einem ersten Grosseinkauf (ja hier haben gewisse Läden auch am Sonntag offen) machte der Skipper abends seine Spezialität Spaghetti Alio Olio mit Gambas zum
Abendessen. Zum Abrunden erneut eine Runde Tinto Verano in der Stadt und schon bald sollten die Lichter auf der Mögus ausgehen. Die Nacht war darauf wie bereits am
Vorabend sehr unruhig. Der starke Südwind trug enormen Schwell in den Hafen, was sämtliche Boot in der Marina tanzen liess. Dies hinderte aber nicht an einem tiefen
Schlaf, im Gegenteil, dass Schwanken wiegte in den Schlaf.
Montag, 23. März 2026
Auch heute sollten wieder Vorbereitungsarbeiten anstehen, galt es doch beim Yachtausrüster passende Impeller, Genuablöcke, Reinigungsmittel und Leinen zu besorgen.
Obwohl der Begierde-Impeller vom grössten Marine-Motorenhersteller stammte, war dieser aber beim ersten Ausrüster schon nicht verfügbar. Da es bereits schon kurz
dem Mittag war, mussten wir uns beeilen und einen anderen Ausrüster aufsuchen. Aber auch dieser hatte dem Impeller nicht an Lager, konnte ihn aber immerhin auf den
nächsten Tag bestellen. Die Blöcke waren zu einem guten Preis verfügbar, somit war dieser Gang doch noch von Erfolg gekrönt.
Dem speziellen Reinigungsmittel war es zu verdanken, dass wir heute eine sehr gute Schrittbilanz erzielen konnten. Um dieses zu erwerben, mussten wir nämlich zu Fuss ans andere Ende von Santa Cruz marschieren.
Zum Abendessen gingen wir in einen Dönerladen, die Döner und Vorspeisen waren echt köstlich. Zum Dessert leckeres Eis nach "Receta de la Nonna" und das ganze wieder
abgerundet mit einem Tinto Verano. Gut verköstigt ging es zurück an Bord und es kehrte bald einmal Nachtruhe ein.
Dienstag, 24. März 2026
Nach dem späten Frühstück wurde heute noch eine Pendenz mit dem falsch angeschlossenen Funkgerät geklärt, hierzu kam ein guter Bekannter des Voreigners an Bord, der das Problem endgültig aus der Welt schaffte. Hätten wir diesen Kontakt im Vorfeld gehabt, wir hätten uns viel Zeit, Geld und Ärger ersparen können. Nachdem dies nun
erledigt war, machten wir uns an den Einbau des Impellers. Wie auch dies abgehackt war, erklärte der Voreigner noch die In- und Ausserbetriebnahme des Wassermachers.
Der Nachmittag stand im Zeichen von Verproviantisierung. Zu dritt marschierten wir in den Hyper-Dino, welchen wir gefühlt leer gekauft hatten. Schwer beladen traten wir
den Rückweg zum Schiff an und wurden prompt auf den letzten zweihundert Metern durch ein starkes Gewitter komplett durchnässt. Grund für den Großen Einkauf war,
wenn immer wettermäßig möglich wollen wir morgen starten.
Leider ändern die Wettervorhersagen beinahe stündlich, wir werden sehen.....
Mittwoch, 25. März 2026
Entgegen unserem ursprünglichen Vorhaben heute in Richtung Madeira auszulaufen legen wir einen weiteren Hafentag in Santa Cruz ein. Zum einen herrscht immer noch
Starkwind und zum andern aus einer denkbar schlechten Richtung. Einmal mehr sehen die Voraussichten laut Windy.com für den nächsten Tag besser aus und wir beschliessen, dass wir als erstes einen Probeschlag nach Lanzarote einschlagen. So lernen wir das Schiff und sein Segelverhalten kennen und können noch allfällige Reparaturen und Veränderungen vornehmen.
Nach einem köstlichen Abendessen aus der Bordküche suchen wir noch ein letztes Mal das Lokal mit dem besten Tinto Verano auf und nehmen einen Abschiedstrunk.
Donnerstag, 26. März 2026
Endlich, heute kann es losgehen. Um noch frisches Brot für die anstehende Überfahrt nach Lanzarote einzukaufen, begibt sich der Skipper bereits um 08:00 Uhr zum nahe am Hafen gelegenen Spar. Dieser sollte laut angeschlagenen Öffnungszeiten bereits seit 07:30 Uhr geöffnet sein, was aber (wie bereits Tage zuvor festgestellt) nicht der Fall ist. Zwar kommen ab und an Einheimische mit Brot aus dem Laden, für Auswärtige und Touristen scheint der Broteinkauf aber nicht möglich. Eine Bäckerei gibt es offenbar keine in der näheren Umgebung, also bleibt nur noch sich das Brot in einem Bistro zu holen. Hier deckt sich aber wie es aussieht jeder der zur Arbeit geht für seinen Znüni ein, womit es in einer langen Schlange anzustehen gilt.
Mit Brot für das Frühstück und die anstehende Überfahrt eingedeckt, geht es dann endlich los. So machen wir um 10:45 Uhr in Santa Cruz die Leinen los und steuern mit
Kompasskurs 83° die Südspitze von Lanzarote an. Die See empfängt uns recht ruppig, der Wind ist stärker als angesagt. Nachdem anfänglich Spitzen von bis zu 38 Knoten Wind gemessen werden konnten, pendelte es sich dann bald einmal bei 21 bis 24 Knoten ein und wir konnten im ersten Reff mit Gross und Genua einen Kurs am Wind segeln.
Freitag, 27. März 2026
Nach einer mit recht konstantem Wind durchsegelten Nacht, konnten wir gegen 16:00 Uhr in der Marina Rubico auf Lanzarote festmachen. Bis auf ein leicht undichtes Toiletten-Rumpffenster war soweit alles ok. Obwohl nur das eine Fenster betroffen war haben wir uns vorgenommen alle Rumpffenster sicherheitshalber abzudichten. Dies hoben wir uns aber für den nächsten Tag auf.
Zum Abendessen gab es eine hausgemachte Gemüsesuppe, danach ging es für einen Drittel der Crew bald einmal in die Koje. Zwei Drittel wollten den Abend jedoch noch für einen Besuch des "Flagship" nutzen. Nur Gott und die zwei Drittel selbst wissen, wann sie an Bord zurückgekehrt sind.
Samstag, 28. März 2026
Nach dem Ausschlafen galt es erst einmal Silikon zum Abdichten der Rumpffenster zu besorgen. Ebenfalls hatten wir noch festgestellt, dass die Pumpe zum Absaugen des Duschwassers ausgestiegen ist, womit es noch einen Punkt mehr für den Einkauf beim Yachtausrüster gab. Den Rest des Tages verbrachten wir damit die Pumpe einzubauen und die Fenster abzudichten. Nach dem Arbeitsreichen Tag liessen wir uns in einem der zahlreichen Restaurants in der Flaniermeile der Playa Blance bei einem Abendessen verwöhnen.
Sonntag, 29. März 2026